Zeit zum Entern!

Sonntag 29.09.2019 // 14:30 Urbanhafen


Fiese Spekulant_innen, miese Immobilienfirmen und dieser leidliche Kapitalismus. Einzige Alternative ist MEUTEREI. Deshalb laden wir zum Spektakel auf dem Wasser. Wir wollen die Miethaie zu Fischstäbchen verarbeiten und die kapitalistische Verwertungslogik über die Planke schicken.

Wir werden in Booten auf dem Landwehrkanal rumschippern. Bringt eure Boote mit oder fahrt auf unseren mit. Wir werden die Miethaie aufspüren und ihnen auf den Grund gehen. Laut, bunt und meuternd fahren wir von Brücke zu Brücke. Auf den Brücken gibt es verschiedene Kundgebungen, die uns von Land aus unterstützen auf unserer Quest, die Miethaie zu jagen. Enden wird das Ganze hoffentlich an der Lohmühle mit veganen Fischstäbchen. Denn: Miethaie zu Fischstäbchen!

Route: Urbanhafen – links an den Schwänen vorbei zur Admiralbrücke – Köpfe einziehen und zur Kottbusser Brücke geradeaus weiter – dann dem Miethai zur Hobrechtbrücke folgen und die kleinen Fische beschützen – Solidarität und Vernetzung ausüben und sich an der letzten Brücke verstecken und beraten – dann den Miethai mit geeinten Kräften überwältigen und an der Lohmühle zu veganen Fischstäbchen verarbeiten.

Die Meuterei ist ein bedrohtes Kneipenkollektiv, sozialer Treffpunkt, Kiezkneipe, Ort für kollektive Arbeit, unser aller Wohnzimmer in der Reichenberger Straße 58 und seit Anfang Juni 2019 ohne Mietvertrag. Bislang sind die Verhandlungen mit Eigentümer Goran Nenadic ins Leere gelaufen, doch wir geben nicht auf.

Wir bleiben alle!

Gewerbesteuerparadies Zossen? Wir kommen!

Ein Besuch bei dem Briefkasten des Eigentümers der Meuterei

Treffpunkt: Samstag // 6.7.19 // 12:30Uhr // Ostbahnhof


Am 31.05.2019 war es soweit. Der Countdown der Uhr über dem Tresen der Meuterei stand auf 0. Fast 10 Jahre Kiezkneipe, Kollektivarbeit, sozialer Treffpunkt, Feierabendbier, Sozialberatung und Veranstaltungsraum, beendet durch einen auslaufenden Mietvertrag und einen Eigentümer, der schnelles Geld mit dem Verkauf machen will. Doch nicht mit uns! Wir meutern!, dachte sich das Kneipenkollektiv und hat die Schlüsselübergabe abgesagt. Seit dem 1. Juni zählt die Uhr über dem Tresen nun, wieviele Tage bereits gemeutert wird.

Ein wichtiger Schritt ist damit gemacht und es wird deutlich: Die Meuterei wird nicht kampflos aufgegeben. Dass für die Menschen im Kiez die Meuterei ein wichtiger Bestandteil dessen ist, haben die große Kiezdemo im Januar diesen Jahres mit knapp tausend Demonstant*innen und fast doppelt so vielen Unterstützer*innenunterschriften und Teilnehmer*innen beim Reichenbergerstraßenfest gezeigt. Doch Verhandlungen mit dem Eigentümer Goran Nenadic laufen ins Leere und ein bezahlbares Entgegenkommen den Kaufpreis betreffend, ist nicht in Sicht. Der taz sagt er: „Ich stehe zu meinem Kaufangebot an die bisherigen Betreiber, aber zu einem marktgerechten Preis.“ Dem Vernehmen nach immer noch 650.000 Euro. (taz 30.05.2019)1. Wie die taz weiter richtig recherchiert: “Dem „marktgerechten“ Preis wollen sich die Linken nicht fügen. Damit haben sie etwas mit ihrem Noch-Vermieter gemein. Denn auch Zelos Properties mag nicht zahlen, was üblich ist. Ihren Geschäftssitz hat die in Berlin tätige Firma deshalb im brandenburgischen Zossen.“ (ebd.)

Als Unterstützer*innen-Gruppe „Leute für die Meute“ haben wir bereits im März 2019 die Firma des Eigentümers Goran Nenadic, die Zelos Properties GmbH, in Zossen besucht. Wir wollten ihm einen Kiezbrief, einen von Anwohner*innen und Initiativen verfassten Brief für den Erhalt der Meuterei, überreichen. Angetroffen haben wir lediglich ein kleines Gemeinschaftsbüro diverser Immobilienfirmen und einen Briefkasten. „Wir haben uns zunächst auch gewundert, warum Berliner Immobilienfirmen ihren Sitz in Zossen haben und herausgefunden, dass es hier in Zossen eine geringere Gewerbesteuer gibt.“, so eine der Aktivist*innen damals. Mittlerweile hat das auch die Presse recherchiert. „Dass in der märkischen 17.000-Einwohner-Kleinstadt unzählige Immobilien- und andere Unternehmen registriert sind, ist kein Zufall. Denn in Zossen gibt es eine Besonderheit: Die Stadt erhebt den niedrigstmöglichen Gewerbesteuersatz. Gerade einmal die gesetzlich vorgeschriebenen 200 Prozent beträgt der Hebesatz, mit dem der Steuermessbetrag multipliziert wird. In Berlin sind es 410 Prozent. Eine Maßnahme, die die Stadt auf ihrer Internetseite explizit bewirbt: So sollen Unternehmen angelockt und der Gemeinde ein wirtschaftlicher Vorteil verschafft werden. […] Rund um das Zossener Modell hat sich eine dubiose Geschäftspraxis entwickelt: Auf Ebay werden Geschäftsadressen in Zossen angeboten, samt Briefkasten- und Telefonservice. An manchen dieser Adressen sind so viele Firmen registriert, dass schwer vorstellbar ist, dass alle dort auch tatsächlich ein reguläres Büro besitzen.“ (taz 30.05.2019)

Die Meuterei betreffend, wirft das neue Fragen auf. Dass wir keine Freund*innen von „marktgerechten“ Preisen sind, hinter denen sich Goran Nenadic versteckt, wird niemanden verwundern. Dass sich der gerne als seriös-freundlich erscheinende Eigentümer jedoch darauf beruft, während er mit einem Briefkasten in Zossen Steuern einspart, verwundert dann doch.

Um diese Verwunderung kund zu tun und Zossen, im Vergleich zum Besuch der Eigentümer*innen der ebenfalls bedrohten Kiezkneipe Syndikat, sehr nah ist, statten wir dem Briefkasten der Zelos Properties GmbH einen weiteren Besuch ab. Diesesmal ohne Kiezbrief und mit mehr Menschen. Mit einer Kundgebung wollen wir den Zossener*innen, dem Briefkasten und der Öffentlichkeit am 6. Juli lautstark zeigen, dass wir mit einem Ende der Meuterei nicht einverstanden sind und Goran Nenadic die Kneipenräumlichkeiten unter dem Widerstand des Kiezes nicht verkauft bekommt. Und was kann man sich Schöneres vorstellen, als das Berliner Umland an einem Samstagmittag mit anderen Kneipenunterstützer*innen aufzusuchen und in einer Brandenburgischen Kleinstadt einen Briefkasten anzubrüllen? … realtiv wenig. Finden wir auch. Und damit sind wir nicht allein. Denn in dem Haus in Zossen, wo die Zelos Properties GmbH ihren Sitz hat (Baruther Str. 23, D-15806 Zossen), finden sich noch weitere interessante Namen an den Briefkästen. „Unter den hier registrierten Unternehmen sind mehrere, die sich in Berlin ebenfalls bereits einen zweifelhaften Ruf erworben haben: Der Investor, der den Kreuzberger Gemüsehändler Bizim Bakkal herausdrängen wollte, ist ebenso dabei wie die Fortis Group, die insbesondere in Friedrichshain für Verdrängung durch Luxusmodernisierung bekannt ist.“ (taz, 30.05.2019).

Gemeinsam mit dem Bündnis Zwangsräumung verhindern machen wir uns also am 6. Juli auf nach Zossen und freuen uns über Begleitung.

Treffpunkt: Samstag // 6.7.19 // 12:30Uhr // Ostbahnhof

Kiezerhalt bleibt Handarbeit und sowieso: keine Beute mit der Meute!

Infoveranstaltung am Donnerstag 20.06.19 20h in der Meuterei

Was ist nur mit der Meute los…

Die Meuterei lädt ein:

„Wir als Meuterei haben die Schlüssel am 31.05.2019 nicht abgegeben.

Was bedeutet das nun? Was wird jetzt wohl passieren?
Wie ist die jetzige Situation? Was wird das Meutereikollektiv nun machen?

Diese und weitere Fragen werden bei der Veranstaltung beantwortet. Frage und Antwort werden euch die Meuterei, Leute für die Meute und Anwält*innen stehen.

Meuterei bleibt Risikokapital.“

Keine Beute mit der Meute – Aufruf zur Kundgebung am 31.05.2019 – 16 Uhr

Am kommenden Freitag ist es soweit- Es soll Schluss sein mit der Meuterei- knapp 10 Jahre Kiezkneipe, Kollektivarbeit, Sozialertreffpunkt, Feierabendbier, Sozialberatung und Veranstaltungsraum- Beendet durch einen auslaufenden Mietvertrag und einen Eigentümer der schnelles Geld mit dem Verkauf machen will.
Ungeachtet dessen was die Menschen im Kiez wollen, möchte Goran Nenadic dem das Haus in der Reichenbergstraße 58 gehört, die Räumlichkeiten der Meuterei für 650 000 Euro verkaufen und versteckt sich hinter dem Markt der angeblich alleine die Preise mache.

Das für die Menschen im Kiez die Meuterei ein wichtiger Bestandteil dessen ist, haben die große Kiezdemo im Januar diesen Jahres mit knapp Tausend Demonstant*innen und fast doppelt so viele Unterstützerinnenunterschriften und Teilnehmerinnen beim Reichenbergerstraßenfest gezeigt. Unberührt davon soll die Schlüsselübergabe am 31.05.2019 statt finden und ein realistisches entgegenkommen Nenadics den Kaufpreis betreffend ist nicht denkbar.

Ob die Meuterei bleibt, liegt also allein bei uns. Wir rufen auf zur Kundgebung am 31.05. dem offiziellen Ende des Mietvertrages, ab 16 Uhr Reichenbergerstraße 58, vor der Meuterei. Zeigen wir dem Eigentümer lautstark dass wir mit einem Ende der Meuterei nicht einverstanden sind und er die Kneipenräumlichkeiten unter dem Widerstand des Kiezes nicht verkauft bekommt.

Kiezerhalt bleibt Handarbeit und sowieso: keine Beute mit der Meute!

** 31.05.2019 Kundgebung für den Erhalt der Meuterei**

** ab 16 Uhr in der Reichenbergerstraße 58**

** Redebeiträge und Musik**

PM Unterstützerinnen besuchen den Eigentümer Goran Nenadic in Zossen

 

Berlin, 7. März 2019

 

Am Donnerstagvormittag haben Unterstützerinnen des  Kneipenkollektives Meuterei die Firma des Eigentümers Goran Nenadic – die Zelos Properties GmbH – in Zossen besucht. Sie wollten ihm einen Kiezbrief, einen von Anwohnerinnen und Initiativen verfassten Brief für den Erhalt der Meuterei, überreichen. Denn dem seit 10 Jahren bestehenden Kneipenkollektiv Meuterei droht Ende Mai das Aus, da die Eigentümerin „Zelos Properties GmbH“ das Mietverhältnis nicht verlängert.

http://leutefuerdiemeute.blogsport.eu/kiezbrief/

 

Die Unterstützerinnen fanden bei der Adresse der Zelos Properties GmbH in Zossen, der Baruther Straße 23, zunächst den Briefkasten der Zelos Properties GmbH vor, der sich jedoch mit der Zelia Reat Estate und zehn weiteren Firmen geteilt wird. Auch das vermeintliche Büro teilt sich die Zelos mit anderen Immobilien- firmen wie der Plutos/Creo Group und der DKW Gruppe.

 

„Wir hatten mit einem großem Büro und vielen Mitarbeiterinnen der Zelos gerechnet. Stattdessen war es ein relativ kleiner Raum und unzählige Namen von verschieden Firmen waren am Büroeingang zu lesen.
Wir haben uns zunächst auch gewundert, warum Berliner Immobilien-Firmen ihrer Sitz in Zossen haben und herausgefunden dass es hier in Zossen eine geringere Gewerbesteuer gibt.“

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Gemeinsam von der Meute zur Wir bleiben Alle-Demo!

Der Kiezspaziergangs-Meute-Finger zur Abschlusskundgebung der
Interkiezionalen am Lausitzer Platz startet am Samstag um 16h an der
Meuterei, Reichenberger Str. 58.

Wir geben unsere Infrastrukturen und unser Zuhause nicht kampflos auf!
Bildet Meuten! Wir bleiben alle!

Keine Beute mit der Meute!

Infos: https://interkiezionale.noblogs.org

Wir bleiben alle!

Kundgebung // 02. März 2019 // 17 Uhr // Lausitzer Platz
Spaziergänge dorthin aus Schöneberg, Neukölln, Friedrichshain und Kreuzberg
Treffpunkt 16 Uhr Meuterei

Hoch die Interkiezionale Solidarität!

Seit Jahresbeginn sind die Räume der Liebig34, der Potse und des Syndikats ohne Miet- oder Pachtverträge. Bei der Liebig34 war wegen ihrer Ankündigung damit zu rechnen, dass sie bleiben, so dass Padovicz vorsorglich Räumungsklage eingereicht hat, bei den anderen kam es eher überraschend. So sei der Bezirk Tempelhof-Schöneberg kalt erwischt worden, als die Potse ihre Räume nicht für ein schlechtes Ersatzobjekt aufgeben wollte. Was die Pears Global sich gedacht hat, als das Syndikat nicht ausgezogen ist, bleibt Spekulation, da sie sich von Beginn an Gesprächen verweigert hat und jede Kommunikation abbricht sobald das Wort „Syndikat“ fällt. Vermutlich werden sie sich nicht gefreut haben. Schließlich haben sie nun auch Räumungsklage eingereicht.
Tja, des einen Leid, ist des anderen Freud! Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Räume noch erhalten sind. Aber Spaß beiseite. Weiterhin ist die Großbeerenstraße 17a besetzt, eine der wenigen Neubesetzungen, die sich überhaupt länger halten konnte. Die Eigentümerin überlegt sich zwar ständig was Neues, wofür sie die Räumlichkeiten bräuchten, aber auf die Idee sie einfach den Besetzer*innen zu überlassen wollen sie wohl nicht kommen. Daher ist es da auch ungewiss, wie lang es noch dauert bis ihnen einfällt, dass sie die Besetzer*innen eigentlich gar nicht haben wollen. Die Meuterei verliert ihr Verträge Ende Mai diesen Jahres. Bei der Rigaer94 ist weiterhin alles unklar und wir können nur abwarten, was sich Neues in den Hinterzimmern überlegt wird, wie man sie loskriegt.
Die Lage bleibt für eben jene, aber auch viele andere Projekte weiter unsicher und weitere Entscheidungen sind noch nicht getroffen. Da Innensenator Geisel wohl nicht die gleichen Fehler begehen möchte wie sein Vorgänger, konnte davon ausgegangen werden, dass etwaige Räumungen nur mit richterlichen Beschlüssen durchgeführt werden. Aber die brauchen eben ihre Zeit.
Dem ungeachtet mahlen die Mühlen der Stadtumstrukturierung weiter. Häuser werden verkauft, gekauft, systematisch zerstört, geräumt, saniert, entmietet, lusxussaiert, in Eigentum umgewandelt usw. usf. Menschen werden zwangsgeräumt, Mieten erhöht und wer darin keinen Platz mehr zum Wohnen findet, hat halt Pech gehabt und hier eh nix verloren.
Wir, als Interkiezionale rufen dazu auf, sich solidarisch mit den bedrohten Projekten zu zeigen und den Ausführenden dieser “Stadtumstrukturierung der Reichen” zu verdeutlichen, was es bedeutet wenn wir wütend sind. Für unsere Wut müssen wir alle die uns passenden Vehikel finden.
Gleichzeitig wollen wir einen Moment der kollektiven Solidarität und Interkiezionalität ermöglichen.

Daher rufen wir dazu auf, am 2. März zur Kundgebung mit Konzert und anderen Aktivitäten am Lausitzer Platz um 17 Uhr zu kommen.

Doch kommt nicht allein. Schließt euch den Demonstrationen der Potse aus Schöneberg, der Liebig34 aus Friedrichshain, des Syndikats aus Neukölln oder der Großbeerenstraße 17a oder der Meuterei aus Kreuzberg an.
Oder bringt euren eigenen Kiez mit einer Demo oder einer gemeinsamen Anreise dorthin. Seid kreativ ob als Fahrrad-Demo, Kiezspaziergang, Tagtanzdemo oder was auch immer. Zeigt euch auf der Straße, behindert den alltäglichen Fluss und zeigt eure interkiezionale Solidarität.
Für Details wartet auf weitere Ankündigungen auf Indymedia oder https://interkiezionale.noblogs.org/. Oder fragt bei eurem Projekt des Vertrauens direkt nach. Meldet euch gern unter interkiezionale@riseup.net(PGP findet ihr auf der homepage) wenn wir euren Startpunkt mitveröffentlichen sollen.

Für ein kleines bisschen Chaos in der Ordnung. Gegen die Stadt der Reichen! Hoch die Interkiezionale Solidarität! One struggle, one fight!

Aufruf als PDF